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FAQ – Häufige Fragen zu systemischer Therapie, Paartherapie, Sexualtherapie, Coaching & Supervision

Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen rund um meine Praxis,
Arbeitsweise sowie zu Paar- und Sexualtherapie, systemische Therapie, Coaching und Supervision.

Allgemeine Fragen zu Praxis, Arbeitsweise & Schweigepflicht

Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen rund um meine Praxis, Arbeitsweise sowie zu Paar- und Sexualtherapie, systemische Therapie, Coaching und Supervision.

Wie lange dauert eine Sitzung und wie viel Zeit sollte ich einplanen?

Damit wir all Ihre Anliegen in Ruhe klären können, plane ich für Ihre Termine folgende Zeitfenster ein. Der erste Termin erhält ein erweitertes Zeitfenster, um auch zusätzliche Fragen besprechen zu können, beispielsweise zum Ablauf.

Einzelpersonen

60 bis 90 Minuten

Beim 1. Termin zusätzlich
  15-30 Minuten

Paare

90 bis 120 Minuten

Beim 1. Termin zusätzlich
  30-45 Minuten

Familien

individuell vereinbar
ca. 150 Minuten

Beim 1. Termin zusätzlich
  45-60Minuten

Bei Familien wird die Zeit individuell vereinbart (je nach Thema sowie Alter und Anzahl der Familienmitglieder).

Wie oft finden die Sitzungen statt?

Das hängt von Ihrem Anliegen und Ihren Zielen ab – manchmal genügen wenige Termine, manchmal ist es sinnvoll, wenn wir uns über einen längeren Zeitraum treffen.

Ich empfehle folgende Abstände zwischen den Terminen:

  • Zwischen dem ersten und zweiten Termin:
    mindestens zwei bis maximal vier Wochen.

  • Zwischen weiteren Terminen:

Die Abstände richten sich individuell nach Ihren Bedürfnissen, beispielsweise:

    • Anfangs etwa drei Wochen,
    • Später eher sechs Wochen,
    • Bei längerfristiger Begleitung sehen wir uns vielleicht auch nur noch vierteljährlich.

Manche Klientinnen und Klienten profitieren auch in stabilen Phasen oder Lebensabschnitten von ein- bis zwei Terminen jährlich – zur Reflexion, Standortbestimmung oder als präventive Qualitätssicherung, etwa für ihre Beziehung.

Diese individuellen Abstände haben sich bewährt und ermöglichen Ihnen, das Besprochene in Ruhe auszuprobieren, ohne Abhängigkeiten entstehen zu lassen und zugleich den Kontakt aufrechtzuerhalten.

Bieten Sie auch Online-Sitzungen an?

Ja. In bestimmten Fällen ist ein Online-Termin (per Zoom oder telefonisch) sinnvoll und möglich – etwa wenn Sie weiter entfernt wohnen. Siehe dazu auch Lösungsart Online-Coaching

Unterliegt das was ich Ihnen anvertraue, der Schweigepflicht?

Ja. Als Diplom-Psychologin unterliege ich der gesetzlichen Schweigepflicht; zusätzlich verpflichte ich mich als DGSF-Mitglied zur Verschwiegenheit – für Therapie, Beratung und Coaching gleichermaßen.

Was bedeutet „geschützter Rahmen“?

Alles, was Sie sagen, bleibt vertraulich (siehe Schweigepflicht).

Organisatorisches & Kostenreglung

Hier geht es um Kosten und Kostenträger.

Ist das Erstgespräch kostenlos?

Nein. Auch das Erstgespräch ist ein vollwertiger Termin – individuell vorbereitet, strukturiert und fachlich begleitet. Die genauen Kosten klären wir natürlich vorab.

Wie viel kostet eine Sitzung?

Die Kosten variieren je nach Art und Umfang. Im Erstgespräch klären wir alle Details transparent. Mehr dazu finden Sie unter Honorar.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Das hängt von der jeweiligen Leistung und Ihrer Versicherungssituation ab. Bitte klären Sie dies unbedingt vorab mit Ihrer Versicherung. Mehr dazu finden Sie unter Krankenkassen.

Was passiert, wenn ich einen Termin absagen muss?

Bitte sagen Sie vereinbarte Termine so früh wie möglich ab – schön wäre, wenn ich es 14 Tage vorher wüsste. Erfolgt die Absage weniger als zwei Werktage (48 Std.) vorher und kann der Termin nicht weitergegeben werden, stelle ich ein Ausfallhonorar in Rechnung.

Fragen zu Coaching, Therapie, beruflich oder privat

Einordnung meines Angebots: privat & beruflich, von Coaching bis Therapie, für Einzelpersonen & Paare.

Welche Formate bieten Sie an, gerade auch im Bereich Beziehungen?

Mein Schwerpunkt liegt in der Arbeit mit Beziehungen, insbesondere mit Paarbeziehungen. Das macht etwa 75 % meiner Arbeit aus. Das letzte Viertel entfällt auf überwiegend berufliche Formate. Folgende Formate biete ich an:

Was ist Beziehungscoaching?

In meiner Praxis betreffen über 90 % aller Anliegen Beziehungsfragen. Deshalb verwende ich „Beziehungscoaching“ als Oberbegriff für jede Form von Beratung, Coaching, Supervision und Therapie.
Unter „Beziehungscoachings“ fasse ich diese Angebote für alle Beziehungsfelder zusammen:

Privatbereich
  • Beratung, Coaching und Therapie für Einzelpersonen, Paare und Familien
Beruflicher Bereich
  • Coaching (meist für Unternehmer, Führungskräfte und Teams)
  • Supervision (in der Regel für Leitungen oder Teams)

Als Ihre Beziehungscoach begleite ich Sie mit meiner „Lösungsart für Beziehungserfolge“, um Ihre Beziehungen sowie Ihre Beziehungskompetenz zu stärken und individuelle Lösungswege zu entwickeln.

Welche Angebote gibt es für Paare?

Für die Zweierbeziehung, also die Paarbeziehung biete ich Paartherapie, Eheberatung & Co. an und wenn es mehr um die Sexualität in der Paarbeziehung geht, sind Sie bei Sexualtherapie & Sexualberatung für Paare genau richtig – hier werden jeweils die Besonderheiten dieser Themen explizit berücksichtigt.

Und wenn Sie als Paar ein Thema mit oder in Ihrer Familie haben, besprechen wir, ob die Familientherapie für Sie das passende Angebot ist.

Was ist der Unterschied zwischen Paartherapie, Eheberatung & Co?

Als DGSF-zertifizierte Paartherapeutin und Coach verwende ich diese Begriffe im Kontext privater Partnerschaften synonym und fasse sie unter der Überschrift „Paartherapie“ zusammen.

In meiner Praxis zeigt sich, dass Paare – egal ob sie „Eheberatung“, „Paarcoaching“, „Paarberatung“, „Partnerschaftstherapie“, „Partnerschaftsberatung“ oder einen anderen dieser Begriffe verwenden – immer dasselbe Leistungsangebot erwarten: die Paartherapie. Unter diesem Oberbegriff finden Sie deshalb alle relevanten Informationen zum Thema privater Beziehungsarbeit in Partnerschaften.

Methodisch setze ich das ein, was individuell zu Ihnen passt und hilfreich ist – abgestimmt auf Ihr Anliegen.

Was ist der Unterschied zwischen Sexualtherapie und Sexualberatung?

Vorschlag: „Wie bei der Paartherapie unterscheide ich auch hier nicht zwischen den Begriffen und verwende sie synonym zusammengefasst unter „Sexualtherapie & Sexualberatung für Paare“. Als IGST/ifSex zertifizierte Sexualtherapeutin sowie DGSF-zertifizierte systemische Paartherapeutin und Coachin setze ich methodisch das ein, was abgestimmt auf Ihr Anliegen zu Ihnen passt und hilfreich ist.

Gehören sexuelle Handlungen zur Sexualtherapie?

Nein. In der Praxis besprechen wir Ihr Anliegen und suchen gemeinsam nach Lösungen. Ihren praktischen Lösungsweg gehen Sie ohne mich.

Was ist der Unterschied zwischen Familientherapie, Familienberatung, Familiencoaching, etc.?

In meiner Praxis unterscheide ich nicht zwischen den Begriffen und verwende sie synonym zusammengefasst unter „Familientherapie“.

Methodisch verwende ich, als DGSF-zertifizierte systemische Familientherapeutin und Coachin auch hier das, was für Ihre Familie und Ihr Anliegen hilfreich ist.

Woran erkenne ich, ob Coaching, Supervision, Beratung oder Therapie das Richtige für mich ist?

Die Abgrenzung ist nicht immer eindeutig – und muss es auch nicht sein. Entscheidend ist Ihr Anliegen:

  • Coaching dient insbesondere als Hilfe zur Selbsthilfe bei Veränderungsprozessen. Mehr dazu unter Systemisches Coaching.
  • Supervision unterstützt Menschen in sozialen, pädagogischen oder medizinischen Berufen, ihre Fachlichkeit und Zusammenarbeit zu reflektieren und zu verbessern. Mehr dazu unter Supervision.
  • Beratung ist eher ein unspezifisches Format und kann je nach Thema unterschiedliche Schwerpunkte haben.
  • Therapie dient der Bearbeitung persönlicher oder psychischer Belastungen mit Krankheitswert. Soll die Therapie über die Krankenkasse abgerechnet werden, ist eine Diagnose Voraussetzung, die in einem diagnostischen Manual wie dem ICD (International Classification of Diseases, aktuell ICD-10 bzw. ICD-11) aufgeführt ist.

Information finden Sie auch unter Beratungsformate: Gemeinsamkeiten & Unterschiede von Coaching, Supervision, Training & Beratung.

Kann Coaching auch persönliche Themen einschließen?

Ja. Auch wenn Coaching oft mit beruflichen Anliegen verbunden wird, können private Themen wie Work-Life-Balance, Gesundheit oder Beziehungsfragen einbezogen werden.

Ist Supervision oder Coaching eine Form von Psychotherapie?

Nein. Weder die Supervision noch das Coaching ist Psychotherapie. Insbesondere Supervision fokussiert auf berufliche Fragestellungen, Teamprozesse und Qualitätssicherung in helfenden Berufen. Beim Coaching gibt es sowohl Coachings zu beruflichen Fragestellungen als auch zu persönlichen.

Weitere Informationen finden Sie unter: Beratungsformate: Gemeinsamkeiten & Unterschiede von Coaching, Supervision, Training & Beratung (als Link).

Wann ist eine Therapie sinnvoller als Coaching?

Therapie ist angezeigt, wenn Sie unter einer psychischen Belastung oder Störung leiden, die im Alltag deutlich einschränkt – etwa bei Depressionen, Traumafolgen oder Angststörungen. Sie sehen schon hier geht es um Diagnosen. Insbesondere, wenn eine Therapie mit einer Krankenkasse abgerechnet wird, ist eine Diagnose erforderlich, die in einem diagnostischen Manual wie dem ICD (International Classification of Diseases, derzeit ICD-10 bzw. ICD-11) aufgeführt ist. Dadurch liegt bei der Therapie der Fokus zu Beginn auf den Symptomen.

Coaching oder Beratung setzen dagegen bei klareren Fragestellungen oder Entwicklungswünschen an und richten den Blick stärker auf Ziele oder Lösungsideen.

Gibt es Überschneidungen zwischen den Formaten?

Ja. In der Praxis sind die Grenzen oft fließend. So können im Coaching auch Elemente der Beratung oder Supervision einfließen, und in der Therapie oder Beratung kann Selbstreflexion eine Rolle spielen, was nach dem Deutschen Bundesverband Coaching e.V. (DBVC, 2023) ein professionelles Coaching definiert. Doch entscheidend ist immer, was Sie in Ihrer Situation am besten unterstützt, egal wie es heißt.

Unter Beratungsformate: Gemeinsamkeiten & Unterschiede von Coaching, Supervision, Training & Beratung finden Sie dazu noch mehr Information sowie auch die Quellenangabe

Warum empfehlen Sie den Wechsel der Supervisorin oder des Supervisors nach drei bis fünf Jahren?

Um die Professionalität der Supervision und eine gewisse professionelle Neugier als Perspektive zu bewahren, ist ein Wechsel nach einiger Zeit sinnvoll.

Durch eine vertrauensvolle Zusammenarbeit des Teams in der Supervision ist es sowohl unvermeidlich als auch hilfreich, dass Supervisor/-in immer mehr Interna des Systems erfährt.

Dieses Wissen wirkt. Und je mehr es wirkt, umso weniger wird diese Wirkung bewusst wahrgenommen. Somit lässt sich der Zeitpunkt, wann ein Wissen um Interna zu viel und die Wirkung des Wissens zu groß ist, nicht wirklich bestimmen.

Der/die Supervisor/-in wird so immer mehr wie ein Teammitglied und alle fühlen sich ganz wohl. Ein gesetzter Zeitrahmen hält dann die Fachleute davon ab, sich in diesem vertrauten Team zu wohl zu fühlen, zu verweilen und letztlich immer weniger hilfreich und professionell zu sein.

Sie bieten hier Paartherapie, Coaching, EMDR und mehr an – ist das nicht zu viel?

Auf den ersten Blick wirkt mein Angebot vielfältig. Doch hat diese Vielfalt System: Im Kern geht es immer um Beziehungen – darum, Menschen in ihren Beziehungen zu stärken – zu sich selbst, zu Partnern, Familien, Teams oder auch im besonderen Kontext. Unterschiedliche Methoden und Erfahrungen durch die Führung von Mitarbeitenden, Studien und Praxis aus Psychologie, NLP sowie diversen systemischen Aus- und Weiterbildungen fließen dabei zusammen und ergänzen sich. So entsteht ein roter Faden: Unterstützung auf dem Weg zu gesunden, tragfähigen und stimmigen Beziehungen. Mehr zu mir unter hier.

Fragen zu Systemen und sozialen Beziehungssystemen

Ein System ist doch was Technisches, oder? Was hat das denn mit Beziehungen zu tun?

Der Begriff System wird in vielen sehr unterschiedlichen Zusammenhängen verwendet – sodass es keine einheitliche Definition des Begriffs gibt. Man unterscheidet beispielsweise:

  • Natürliche Systeme (wie menschliche Körper oder die Körperzelle)
  • Künstliche Systeme – von Menschen konzipiert und konstruiert. Diese können materieller oder immaterieller Natur sein und umfassen u. a.:
    • Technische Systeme (z. B. Computer, Motoren)
    • Soziale Systeme (z. B. Familien, Organisationen)
    • Soziotechnische Systeme (z. B. Arbeits- und Informationssysteme, Internet)

Was aber bei all diesen Systemen gleich ist: Ein System ist stets ein Ganzes, das aus Komponenten (Elementen, Gruppen, Teilen, usw.) besteht, deren Elemente in Beziehung zueinander stehen.
Während technische Systeme konkrete, physische Strukturen sind, bestehen soziale Systeme eben aus Menschen – und beinhalten darüber hinaus auch immaterielle Elemente wie Werte, Gefühle, Glaubenssätze, kollektive Identität oder gedankliches Erbe.

Was versteht man unter einem sozialen Beziehungssystem?

Gemeint ist meist ein menschliches Beziehungssystem, ein Netzwerk von Personen, die in einem sozialen Beziehungssystem miteinander in Beziehung stehen – wie zum Beispiel Paare, Familien, Teams, Arbeits- oder Freundeskreise. In der systemischen Therapie und Beratung wird dieses Netzwerk als Ressourcenraum für die Lösungsfindung betrachtet.

Was macht ein Systemiker oder eine Systemikerin?

Systemiker/-innen arbeiten mit Paaren, Familien oder Teams, um wiederkehrende Muster zu erkennen, Potenziale und Ressourcen zu aktivieren. Ziel ist es, mit dem System Lösungen zu entwickeln, die das gesamte System entlasten und stärken.