Im systemischen Coaching, in systemischer Beratung oder in systemischer Therapie sowie in Paar- und Familientherapie geht es um soziale Beziehungssysteme, in denen Menschen gemeinsam mit der Systemikerin und dem Systemiker tragfähige Lösungen entwickeln.
Hier werden diese systemischen Begriffe kurz und verständlich erklärt.

Ein System – zum Beispiel ein Familiensystem – ist ein strukturiertes Ganzes. Es besteht aus verschiedenen Teilsystemen, etwa dem Paarsystem der Eltern oder dem Geschwistersystem. Gleichzeitig ist es selbst Teil größerer Systeme, wie des Nachbarschaftssystems oder eines Freundeskreises.
In jedem dieser Systeme steckt viel Potenzial. Bei der Suche nach Problemlösungen gehen Systemiker oft vom jeweiligen System aus, in dem sich individuelle Ressourcen und Chancen zeigen. Die wahren Experten und Expertinnen im System sind die Menschen, die dazugehören – Systemiker/-innen sind die Fachleute für die passenden Methoden in Coaching und Therapie.

Systemische Fachleute (wie Therapeut/-in, Supervisor/-in sowie Coach und Berater/-in) werden häufig auch Systemiker/-in genannt.
Sie erkennen Muster, die Probleme in einem System aufrechterhalten, und entwickeln gemeinsam mit dem System darauf aufbauend mit passenden Methoden nachhaltige Lösungen.
Eine Systemikerin versteht Probleme in der Regel nicht als „Fehler“, sondern als Lösungsversuche des Systems. Diese wertschätzende Haltung eröffnet neue Perspektiven – und macht den Weg frei für Veränderungen, die das System insgesamt entlasten.
Es gibt viele unterschiedliche Systeme (siehe FAQ unter Fragen zu Systemen und Beziehungssystemen). Allen Systemen gemeinsam ist, dass sie ein Ganzes bilden, das aus einzelnen Komponenten (hier Menschen) besteht, die in einer Beziehung zueinander stehen. Denn hier auf dieser Seite geht es um die sozialen Systeme – insbesondere um menschliche Beziehungssysteme, in Supervision, Coaching und systemischer Therapie.
Beispiele:
Zur Vervollständigung: Neben diesen innerartlichen Beziehungssystemen gibt es auch zwischenartliche soziale Systeme – wenn beispielsweise tierische „Familienmitglieder“ wie Katzen, Hunde oder Pferde dazugehören.